Creditreform: So viele Firmenpleiten wie seit 2013 nicht – was Geschäftsführer jetzt wissen müssen
Die neuen Insolvenzzahlen von Creditreform sind mehr als eine Konjunkturmeldung. Sie sind ein Warnsignal für Geschäftsführer, Gesellschafter, Banken, Lieferanten und Unternehmer, die ihre eigene Lage bislang noch als „angespannt, aber beherrschbar“ einschätzen.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 12.900 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das sind 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Halbjahreswert seit 2013.
Die Zahl ist nicht nur statistisch relevant. ...
Kommunen am Limit: Was die kommunale Finanzkrise für GmbH-Geschäftsführer bedeutet
Stand: 23. Juni 2026
Wenn Kommunen öffentlich um Hilfe rufen, ist das für Unternehmer kein Randthema. Es ist ein Frühwarnsignal.
Am 22. Juni 2026 haben die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – bundesweit zum Aktionstag „Kommunen am Limit“ aufgerufen. Ziel ist es, auf die dramatische Finanzlage von Städten, Landkreisen und Gemeinden aufmerksam zu machen und Bund sowie Länder zu Gegenmaßnahmen aufzufordern. ...
Rentenversicherungspflicht für Selbstständige: Warum diese Reform für Unternehmer zur Liquiditätsfrage werden kann
Ein Unternehmer merkt selten an einem einzigen Tag, dass sein Unternehmen in Schwierigkeiten ist. Es beginnt früher.
Ein Kunde zahlt später. Die Bank stellt plötzlich mehr Fragen. Die Lohnabrechnung wird enger. Der Kontokorrent ist ausgereizt. Der Steuerberater erinnert an Rückstellungen. Lieferanten verlangen Vorkasse. Gleichzeitig laufen Gehälter, Miete, Leasing, Krankenkasse, Umsatzsteuer, Lohnsteuer und private Verpflichtungen weiter.
Und dann kommt eine politische Empfehlung hinzu: Selbstständige sollen künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Für viele mag das nach Rentenpolitik klingen. ...
Wirtschaft unzufrieden mit Bundesregierung: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Der Geschäftsführer einer GmbH hat selten ein abstraktes Politikproblem. Er hat ein Zahlungsproblem.
Auf dem Schreibtisch liegen offene Lieferantenrechnungen. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Der Steuerberater wartet auf Unterlagen. Zwei Kunden zahlen später als vereinbart. Die Löhne sind in wenigen Tagen fällig. Gleichzeitig steigen Kosten, Auflagen, Unsicherheit und der Druck von allen Seiten.
In dieser Lage wirkt die Kritik an der Bundesregierung und an der Wirtschaftsministerin nicht wie eine Nachricht aus Berlin. ...
Babyboomer in Rente: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte – warum das für GmbHs zur Existenzfrage wird
Ein Geschäftsführer merkt den Arbeitskräftemangel selten zuerst in einer Studie. Er merkt ihn montagmorgens.
Der Produktionsleiter ist krank. Zwei erfahrene Mitarbeiter gehen in Rente. Die ausgeschriebene Stelle ist seit neun Monaten offen. Der wichtigste Kunde drängt auf Lieferung. Die Lohnkosten steigen, aber die Produktivität nicht. Aufträge sind da, doch sie lassen sich nicht mehr sauber abarbeiten. Die Buchhaltung meldet, dass Zahlungseingänge später kommen, weil Leistungen später fertig werden. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen.
Genau an diesem Punkt wird aus einem Personalproblem ein Liquiditätsproblem. ...
EZB erhöht Leitzins auf 2,25 Prozent: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt bei Liquiditätsproblemen tun müssen
Quellenstand: 13. Juni 2026
Direkte Einordnung für Geschäftsführer
Die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank ist für viele GmbHs kein abstraktes Finanzmarktereignis. Sie trifft Unternehmen dort, wo Krisen zuerst sichtbar werden: im Kontokorrent, bei variabel verzinsten Darlehen, in der Warenfinanzierung, bei Investitionskrediten und in Gesprächen mit Banken.
Am 11. Juni 2026 hat die EZB beschlossen, ihre drei Schlüsselsätze um 25 Basispunkte anzuheben. Der Einlagensatz steigt mit Wirkung zum 17. Juni 2026 auf 2,25 %, der Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 2,40 % und die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 2,65 %. ...
OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland erneut: Was GmbH-Geschäftsführer in der Krise jetzt tun müssen
Die neue OECD-Prognose ist kein abstraktes Konjunkturthema. Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist sie eine Warnung.
Wenn das Wachstum schwach bleibt, Energiepreise steigen, Kunden später zahlen und Banken vorsichtiger werden, verschiebt sich die Krise nicht mehr in irgendeine volkswirtschaftliche Statistik. Sie steht auf dem Kontoauszug. Sie zeigt sich in offenen Lieferantenrechnungen, ausgeschöpften Kreditlinien, nervösen Mitarbeitern und dem unangenehmen Gefühl, dass der nächste Monat nicht mehr sauber durchfinanziert ist.
Genau dort beginnt die eigentliche Unternehmerkrise.
Nicht bei der Schlagzeile. ...
Importpreise im April 2026: Warum +5,3 % für viele GmbHs mehr sind als eine Statistik
Ein Geschäftsführer merkt eine Krise selten zuerst in der Bilanz. Er merkt sie im Posteingang.
Ein Lieferant kündigt neue Energiezuschläge an. Ein Materialpreis wird nur noch tagesaktuell bestätigt. Eine Bank fragt nach aktualisierten Zahlen. Ein Großkunde lehnt die Preiserhöhung ab. Die Löhne laufen weiter, die Sozialabgaben sind fällig, der Kontokorrent ist fast ausgeschöpft.
Genau in dieser Lage sind die Importpreise im April 2026 mehr als eine volkswirtschaftliche Meldung. Sie sind ein Frühwarnsignal für Unternehmen, die ohnehin mit dünnen Margen, hohen Vorfinanzierungen oder schwacher Liquidität arbeiten. ...
Ostdeutsche Wirtschaft droht Anschluss zu verlieren: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Wenn die Konjunktur nicht mehr abstrakt ist
Für viele Geschäftsführer beginnt die Krise nicht mit einem Insolvenzantrag. Sie beginnt leiser.
Ein wichtiger Kunde zahlt später. Die Bank verlangt aktuelle Zahlen. Der Steuerberater mahnt, dass die Liquidität enger wird. Der Einkauf meldet höhere Preise. Zwei Fachkräfte kündigen, Ersatz ist nicht in Sicht. Gleichzeitig laufen Mieten, Leasing, Löhne, Sozialabgaben und Lieferantenrechnungen weiter.
Genau in dieser Lage wirkt eine Konjunktur-Studie nicht wie ein volkswirtschaftliches Papier. Sie wirkt wie eine Beschreibung des eigenen Schreibtischs. ...
Geschäftserwartungen in der Chemie brechen ein: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen, um Liquiditätsprobleme und Insolvenzrisiken zu vermeiden
Wenn die Aufträge noch laufen, aber die Zukunft kippt
Viele Geschäftsführer in der chemischen Industrie kennen diese Lage: Die Produktion steht nicht vollständig still. Es kommen noch Bestellungen herein. Einzelne Kunden fragen sogar mehr Ware an als zuletzt. Auf dem Papier wirkt das Geschäft nicht tot.
Und trotzdem stimmt etwas nicht.
Die Einkaufspreise steigen. Vorprodukte kommen verspätet. Lieferanten verlangen Vorkasse oder kürzere Zahlungsziele. Kunden diskutieren jede Preiserhöhung. Banken fragen nach aktualisierten Planzahlen. Der Steuerberater mahnt zur Liquiditätsplanung. ...