Bundesbank erwartet Stagnation im dritten Quartal – Erholung zum Jahresende bleibt unsicher
Stand: 22. Oktober 2026. Grundlage ist der Bundesbank-Monatsbericht vom 21. Oktober 2026.
Die deutsche Wirtschaft dürfte im dritten Quartal 2026 nicht gewachsen sein. Zu dieser Einschätzung kommt die Deutsche Bundesbank in ihrem neuen Monatsbericht. Nach dem Wachstum im ersten Halbjahr hätte die Erholung damit eine Pause eingelegt. Für das vierte Quartal rechnet die Notenbank wieder mit einer spürbaren Belebung. Hohe Energiepreise, Einschränkungen der Binnenschifffahrt und eine verhaltene private Nachfrage machen den weiteren Verlauf jedoch unsicher.
Eine amtliche Bestätigung der Stagnation liegt bislang nicht vor. ...
China wächst um 4,5 Prozent: Was deutsche Zulieferer jetzt prüfen sollten
Eine China-Absatzkrise kann deutsche Zulieferer auch bei wachsender chinesischer Wirtschaft treffen. Entscheidend sind die Nachfrage ihrer tatsächlichen Kunden sowie die erzielbaren Margen und Zahlungseingänge. Die neuen Konjunkturzahlen geben Anlass, Umsatzplanung und Kundenabhängigkeiten zu überprüfen: Welche Endmärkte nehmen Ihre Produkte ab? Wie verbindlich sind Abrufe? Wie viel Ergebnis und Liquidität hängen davon ab?
Für GmbH-Geschäftsführer entsteht daraus eine konkrete Aufgabe: Risiken nach Kundengruppen beziffern und rechtzeitig tragfähiges Ersatzgeschäft entwickeln. ...
Mehr Kredit für steigende Kosten: Wann eine GmbH Finanzierung – und wann Sanierung braucht
Stand: 14. Oktober 2026 · Anlass: KfW-Kreditmarktausblick vom 13. Oktober 2026
Material, Energie und Personal müssen bezahlt werden, bevor das Geld der Kunden eingeht. Dafür kann ein Betriebsmittelkredit sinnvoll sein. Problematisch wird es, wenn die zusätzliche Kreditlinie nicht mehr Aufträge vorfinanziert, sondern Monat für Monat eine unzureichende Ertragskraft überdeckt.
Für einen Betriebsmittelkredit einer GmbH in der Krise ist deshalb nicht allein entscheidend, ob eine Bank noch Geld bereitstellt. Entscheidend ist, wodurch die Gesellschaft dieses Geld später zurückzahlen kann. ...
Großhandelspreise steigen 8,7 %: Wann teurerer Einkauf die GmbH-Marge aufzehrt
Veröffentlicht am 14. Oktober 2026 · Berichtsmonat: September 2026
Der Auftrag ist unterschrieben, der Verkaufspreis steht fest – doch beim Materialeinkauf stimmt die ursprüngliche Kalkulation nicht mehr. Für eine GmbH kann das bedeuten: Die Mitarbeiter sind ausgelastet, der Umsatz sieht ordentlich aus, aber vom erwarteten Überschuss bleibt deutlich weniger übrig.
Die aktuellen Großhandelspreise geben Anlass, solche Aufträge nachzurechnen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Großhandelsverkaufspreise im September 2026 8,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Gegenüber August stiegen sie um 1,9 Prozent. ...
Zinsrisiko GmbH: Wie Geschäftsführer ihre Finanzierung gegen weitere Zinserhöhungen absichern
Das Zinsrisiko einer GmbH besteht darin, dass steigende Finanzierungskosten den finanziellen Spielraum verkleinern. Besonders wichtig sind variable Kredite und Finanzierungen, deren Zinsbindung ausläuft. Veränderungen der EZB-Leitzinsen wirken dabei nicht unmittelbar und einheitlich auf jeden Unternehmenskredit: Entscheidend sind auch die jeweiligen Finanzierungsbedingungen und die Erwartungen an die weitere Zinsentwicklung.
Für Geschäftsführer ist deshalb nicht die vermeintlich richtige Zinsprognose entscheidend. ...
Baupreise steigen um 5,5 %: Wann Bauunternehmen und Bauträgern die Insolvenz droht
Ein Bauprojekt kann auf dem Papier noch Gewinn versprechen und trotzdem in eine Liquiditätskrise geraten. Entscheidend ist nicht allein, welcher Überschuss nach Fertigstellung erwartet wird. Entscheidend ist auch, ob Material, Nachunternehmer, Löhne und Finanzierungskosten bis dahin bezahlt werden können.
Die neue Baupreisstatistik gibt Anlass, bestehende Kalkulationen zu überprüfen: Nach der am 9. Oktober 2026 veröffentlichten Mitteilung des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im August 2026 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber Mai 2026 stiegen sie um 1,0 Prozent. ...
Deutsche Exporte sinken: Wie Auftragsrückgänge aus dem Ausland GmbHs gefährden
Berichtsmonat: August 2026
Die deutschen Exporte sind im August 2026 gegenüber Juli um 0,8 Prozent gesunken. Gleichzeitig stiegen die Importe um 0,9 Prozent, jeweils kalender- und saisonbereinigt. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die Zahlen am 8. Oktober 2026.
Für exportorientierte GmbHs ist diese Nachricht ein Anlass, die eigene Auftrags- und Finanzplanung zu überprüfen. ...
Industrieaufträge brechen ein: Warum eine GmbH trotz laufender Produktion in die Krise geraten kann
Berichtsmonat: August 2026
Die Maschinen laufen, Mitarbeiter sind beschäftigt und Rechnungen werden geschrieben. Trotzdem können die Aufträge für die kommenden Monate bereits fehlen. Ein Auftragsrückgang bei der GmbH wird gefährlich, wenn der bestehende Auftragsbestand schrumpft, die verbleibenden Aufträge zu wenig Ertrag bringen oder Zahlungen später eingehen, als das Unternehmen seine eigenen Rechnungen bezahlen muss.
Die aktuellen Destatis-Veröffentlichungen liefern dafür einen Anlass, genauer hinzusehen: Sinkende Neubestellungen und steigende Produktion schließen sich nicht aus. ...
Porsche-Absatz sinkt 16 %: China belastet, der 911 legt zu
Porsche hat in den ersten neun Monaten 2026 weltweit 178.532 Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als der Sportwagenhersteller noch 212.509 Fahrzeuge an Kunden übergab. Das schwache China-Geschäft, das Produktionsende der Verbrenner-Baureihe 718 und die hohe Vergleichsbasis beim elektrischen Macan belasteten die Entwicklung.
Damit fehlen gegenüber Januar bis September 2025 insgesamt 33.977 Auslieferungen. Die am 9. Oktober veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf die ersten drei Quartale zusammen, nicht allein auf das dritte Quartal. ...
PFHxA Beschränkung 2026
Seit dem 10. Oktober 2026 gelten neue PFHxA-Beschränkungen für bestimmte Produktgruppen. Betroffen sind unter anderem Verbraucherbekleidung und Schuhe, Papier und Karton mit Lebensmittelkontakt, Gemische für die breite Öffentlichkeit sowie Kosmetika. Hersteller, Importeure und Händler müssen deshalb prüfen, ob ihre Produkte unter die Regelung fallen und die vorgeschriebenen Konzentrationsgrenzen einhalten.
Die wichtigste Entlastung für den Handel: Lagerbestand ist nicht automatisch unverkäuflich. Für die jetzt erfassten Erzeugnisse und Gemische besteht eine Ausnahme, wenn sie bereits vor dem 10. Oktober 2026 in Verkehr gebracht wurden. ...