Insolvenzgefahr durch steigende Benzin- und Dieselpreise: Welche Branchen betroffen sind und was Geschäftsführer jetzt tun müssen
Die Fahrzeuge sind ausgelastet. Die Mitarbeiter arbeiten. Die Auftragsbücher sind voll. Trotzdem wird das Geschäftskonto leerer.
Zunächst steigt die Tankrechnung. Dann verlangt der Spediteur einen Zuschlag. Lieferanten verteuern ihre Anlieferungen. Subunternehmer korrigieren ihre Preise. Gleichzeitig zahlt ein wichtiger Kunde einige Wochen später als vereinbart.
Plötzlich reicht die Kreditlinie nicht mehr für Kraftstoff, Gehälter, Leasingraten und die nächste Materialbestellung. ...
Inflation steigt auf 3,3 Prozent: Warum Energiekosten die Marge einer GmbH gefährden können
Stand: 1. Oktober 2026. Die Inflationsangaben für September beruhen auf vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes.
Inflation und steigende GmbH-Kosten können 2026 auch Unternehmen unter Druck setzen, deren Auftragsbücher gut gefüllt sind. Entscheidend ist nicht allein, wie viel Umsatz eine Gesellschaft erzielt. Entscheidend ist, welcher Betrag nach Energie, Material, Personal und weiteren betrieblichen Kosten übrig bleibt – und wann tatsächlich Geld auf dem Geschäftskonto eingeht.
Die aktuellen Zahlen verschärfen diesen Prüfbedarf: Nach der am 30. ...
Erzeugerpreise steigen um 4,6 %: Wann höhere Einkaufspreise die Marge Ihrer GmbH aufzehren
Stand: 19. September 2026 · Datenmonat: August 2026
Steigende Einkaufspreise können eine GmbH trotz voller Auftragsbücher in die Verlustzone bringen. Entscheidend ist nicht allein, wie stark Material oder Energie teurer werden, sondern welcher Anteil des Umsatzes davon betroffen ist und ob sich die Mehrkosten weitergeben lassen. Bei 50 Prozent Materialkostenanteil senkt ein Materialpreisanstieg um 10 Prozent die kalkulierte Marge um fünf Prozentpunkte – sofern Verkaufspreise, Mengen und übrige Kosten unverändert bleiben.
Genau deshalb verdient die neue Erzeugerpreisstatistik die Aufmerksamkeit von Geschäftsführern. Das Statistische Bundesamt hat am 18. ...
Arbeitskosten Bau 2026 steigen
Stand: 17. September 2026
Arbeitskosten Bau 2026: Die nominalen Arbeitskosten je geleisteter Stunde sind im deutschen Baugewerbe im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,2 Prozent gestiegen. Das geht aus der Eurostat-Veröffentlichung vom 16. September 2026 hervor.
Für Bauunternehmen ist dabei nicht allein die Höhe des Anstiegs entscheidend. Entscheidend ist, welcher Teil der eigenen Aufträge noch mit älteren Kostensätzen kalkuliert wurde – und wie viel Gewinn nach der tatsächlichen Ausführung übrig bleibt.
Ein Arbeitskostenanstieg von 5,2 Prozent kann einen deutlich größeren Teil des Gewinns aufzehren. ...
Banken sehen höhere Kreditrisiken im Mittelstand: Was GmbHs bei der Finanzierung beachten müssen
Stand: 18. September 2026
GmbH-Finanzierung per Bankkredit 2026: Worauf es jetzt ankommt
Für eine GmbH-Finanzierung per Bankkredit sollten Geschäftsführer 2026 vor allem die Rückzahlungsfähigkeit, verfügbare Liquidität und anstehende Kreditverlängerungen belastbar darstellen. Das NPL-Barometer 2026 zeigt erhöhte Kreditrisiken im Mittelstand. Daraus folgt aber weder eine automatische Kreditablehnung noch ein pauschaler Finanzierungsstopp für GmbHs. ...
Corona-Hilfe zurückzahlen: Wann eine Rückforderung die GmbH in die Überschuldung treibt
Stand: 16. September 2026
Corona-Hilfe-Rückforderung bei der GmbH: Wann droht Insolvenz?
Eine Corona-Hilfe-Rückforderung kann eine GmbH in die Insolvenz führen, wenn dadurch Zahlungsunfähigkeit oder insolvenzrechtliche Überschuldung eintritt. Die Höhe des Bescheids allein entscheidet darüber nicht. Auch negatives Eigenkapital ist noch kein abschließender Insolvenzbefund. Entscheidend sind die fälligen Zahlungspflichten, die tatsächliche Vermögenslage und die gesetzlich relevante Fortbestehensprognose. ...
Kaufzurückhaltung 2026: Was schwache Nachfrage für Handel und GmbHs bedeutet
Stand: 16. September 2026
Kaufzurückhaltung belastet Unternehmen 2026 trotz einer insgesamt wachsenden Wirtschaft. Das ifo Institut erwartet für Deutschland 1,4 Prozent reales Wirtschaftswachstum, für den privaten Konsum jedoch lediglich 0,4 Prozent. Für konsumabhängige GmbHs ist diese Lücke relevant: Eine bessere Konjunkturprognose bedeutet nicht automatisch mehr Kunden, höhere Margen oder zusätzliche Liquidität.
Die betriebswirtschaftliche Frage lautet deshalb nicht nur, ob der Umsatz steigt oder fällt. ...
Insolvenz mangels Masse abgewiesen: Was das für GmbH und Geschäftsführer bedeutet
Insolvenz mangels Masse bei einer GmbH bedeutet, dass das Insolvenzgericht den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abweist, weil das vorhandene Vermögen voraussichtlich nicht einmal die Verfahrenskosten deckt. Es wird dann kein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet. Mit der Rechtskraft des Abweisungsbeschlusses wird die GmbH aufgelöst. Das bedeutet jedoch weder einen Schuldenerlass noch automatisch eine persönliche Haftung des Geschäftsführers für sämtliche Unternehmensverbindlichkeiten. ...
KfW Wachstumspotenzial Deutschland
Stand: 15. September 2026
Eine steigende Wirtschaftsleistung und anhaltende Unternehmensprobleme schließen sich nicht aus. Genau an dieser Unterscheidung setzt die am 8. September 2026 vorgestellte KfW-Studie „Standort Zukunft“ an: Deutschlands Potenzialwachstum ist seit 2015 von knapp zwei Prozent auf einen Wert nur noch leicht oberhalb von null gesunken. Die Wirtschaft hat damit nicht lediglich eine schwache Phase durchlaufen. Ihre Fähigkeit, dauerhaft zusätzliche Leistung zu erzeugen, hat sich erheblich verringert.
Für die Einordnung von GmbH-Krisen ist dieser Befund bedeutsam. ...