Chinas Beitrag zur De-Industrialisierung in Deutschland: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Wenn der Markt plötzlich nicht mehr trägt
Der Anruf kommt selten dramatisch. Meist klingt er sachlich.
Ein Einkäufer teilt mit, dass der bisherige Preis nicht mehr akzeptiert wird. Ein langjähriger Kunde verlagert ein Projekt nach Asien. Eine Ausschreibung geht verloren, obwohl Qualität, Lieferfähigkeit und Technik gestimmt haben. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Der Steuerberater mahnt wegen rückständiger Umsatzsteuer. Die Löhne stehen in zehn Tagen an.
Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist Chinas Beitrag zur De-Industrialisierung in Deutschland kein abstraktes volkswirtschaftliches Thema. ...
Erosion der Wettbewerbsfähigkeit: Warum deutsche GmbHs jetzt nicht auf die Politik warten dürfen
Ein Geschäftsführer merkt selten an einem einzigen Tag, dass sein Unternehmen in eine Krise rutscht. Es beginnt leiser.
Ein wichtiger Kunde verhandelt härter. Die Bank fragt früher nach aktuellen Zahlen. Lieferanten verkürzen Zahlungsziele. Gute Mitarbeiter kosten mehr, sind aber schwerer zu halten. Material, Energie, Finanzierung und Bürokratie fressen Marge. Der Umsatz sieht auf den ersten Blick noch ordentlich aus, aber auf dem Konto kommt immer weniger an.
Dann liegt am Monatsende die Lohnzahlung vor Ihnen. Die Umsatzsteuer ist fällig. Die Krankenkassen buchen ab. Ein Großkunde zahlt später. ...
Creditreform: So viele Firmenpleiten wie seit 2013 nicht – was Geschäftsführer jetzt wissen müssen
Die neuen Insolvenzzahlen von Creditreform sind mehr als eine Konjunkturmeldung. Sie sind ein Warnsignal für Geschäftsführer, Gesellschafter, Banken, Lieferanten und Unternehmer, die ihre eigene Lage bislang noch als „angespannt, aber beherrschbar“ einschätzen.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 12.900 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das sind 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Halbjahreswert seit 2013.
Die Zahl ist nicht nur statistisch relevant. ...
Kommunen am Limit: Was die kommunale Finanzkrise für GmbH-Geschäftsführer bedeutet
Stand: 23. Juni 2026
Wenn Kommunen öffentlich um Hilfe rufen, ist das für Unternehmer kein Randthema. Es ist ein Frühwarnsignal.
Am 22. Juni 2026 haben die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – bundesweit zum Aktionstag „Kommunen am Limit“ aufgerufen. Ziel ist es, auf die dramatische Finanzlage von Städten, Landkreisen und Gemeinden aufmerksam zu machen und Bund sowie Länder zu Gegenmaßnahmen aufzufordern. ...
Rentenversicherungspflicht für Selbstständige: Warum diese Reform für Unternehmer zur Liquiditätsfrage werden kann
Ein Unternehmer merkt selten an einem einzigen Tag, dass sein Unternehmen in Schwierigkeiten ist. Es beginnt früher.
Ein Kunde zahlt später. Die Bank stellt plötzlich mehr Fragen. Die Lohnabrechnung wird enger. Der Kontokorrent ist ausgereizt. Der Steuerberater erinnert an Rückstellungen. Lieferanten verlangen Vorkasse. Gleichzeitig laufen Gehälter, Miete, Leasing, Krankenkasse, Umsatzsteuer, Lohnsteuer und private Verpflichtungen weiter.
Und dann kommt eine politische Empfehlung hinzu: Selbstständige sollen künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Für viele mag das nach Rentenpolitik klingen. ...
Wirtschaft unzufrieden mit Bundesregierung: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Der Geschäftsführer einer GmbH hat selten ein abstraktes Politikproblem. Er hat ein Zahlungsproblem.
Auf dem Schreibtisch liegen offene Lieferantenrechnungen. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Der Steuerberater wartet auf Unterlagen. Zwei Kunden zahlen später als vereinbart. Die Löhne sind in wenigen Tagen fällig. Gleichzeitig steigen Kosten, Auflagen, Unsicherheit und der Druck von allen Seiten.
In dieser Lage wirkt die Kritik an der Bundesregierung und an der Wirtschaftsministerin nicht wie eine Nachricht aus Berlin. ...
Babyboomer in Rente: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte – warum das für GmbHs zur Existenzfrage wird
Ein Geschäftsführer merkt den Arbeitskräftemangel selten zuerst in einer Studie. Er merkt ihn montagmorgens.
Der Produktionsleiter ist krank. Zwei erfahrene Mitarbeiter gehen in Rente. Die ausgeschriebene Stelle ist seit neun Monaten offen. Der wichtigste Kunde drängt auf Lieferung. Die Lohnkosten steigen, aber die Produktivität nicht. Aufträge sind da, doch sie lassen sich nicht mehr sauber abarbeiten. Die Buchhaltung meldet, dass Zahlungseingänge später kommen, weil Leistungen später fertig werden. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen.
Genau an diesem Punkt wird aus einem Personalproblem ein Liquiditätsproblem. ...
EZB erhöht Leitzins auf 2,25 Prozent: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt bei Liquiditätsproblemen tun müssen
Quellenstand: 13. Juni 2026
Direkte Einordnung für Geschäftsführer
Die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank ist für viele GmbHs kein abstraktes Finanzmarktereignis. Sie trifft Unternehmen dort, wo Krisen zuerst sichtbar werden: im Kontokorrent, bei variabel verzinsten Darlehen, in der Warenfinanzierung, bei Investitionskrediten und in Gesprächen mit Banken.
Am 11. Juni 2026 hat die EZB beschlossen, ihre drei Schlüsselsätze um 25 Basispunkte anzuheben. Der Einlagensatz steigt mit Wirkung zum 17. Juni 2026 auf 2,25 %, der Zinssatz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 2,40 % und die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 2,65 %. ...
OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland erneut: Was GmbH-Geschäftsführer in der Krise jetzt tun müssen
Die neue OECD-Prognose ist kein abstraktes Konjunkturthema. Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist sie eine Warnung.
Wenn das Wachstum schwach bleibt, Energiepreise steigen, Kunden später zahlen und Banken vorsichtiger werden, verschiebt sich die Krise nicht mehr in irgendeine volkswirtschaftliche Statistik. Sie steht auf dem Kontoauszug. Sie zeigt sich in offenen Lieferantenrechnungen, ausgeschöpften Kreditlinien, nervösen Mitarbeitern und dem unangenehmen Gefühl, dass der nächste Monat nicht mehr sauber durchfinanziert ist.
Genau dort beginnt die eigentliche Unternehmerkrise.
Nicht bei der Schlagzeile. ...
Importpreise im April 2026: Warum +5,3 % für viele GmbHs mehr sind als eine Statistik
Ein Geschäftsführer merkt eine Krise selten zuerst in der Bilanz. Er merkt sie im Posteingang.
Ein Lieferant kündigt neue Energiezuschläge an. Ein Materialpreis wird nur noch tagesaktuell bestätigt. Eine Bank fragt nach aktualisierten Zahlen. Ein Großkunde lehnt die Preiserhöhung ab. Die Löhne laufen weiter, die Sozialabgaben sind fällig, der Kontokorrent ist fast ausgeschöpft.
Genau in dieser Lage sind die Importpreise im April 2026 mehr als eine volkswirtschaftliche Meldung. Sie sind ein Frühwarnsignal für Unternehmen, die ohnehin mit dünnen Margen, hohen Vorfinanzierungen oder schwacher Liquidität arbeiten. ...