Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in Rente: Die unterschätzte Krisengefahr für GmbHs
Der Rentenantrag eines Mitarbeiters taucht selten im Krisenreport einer GmbH auf. Genau darin liegt das Problem.
Eine typische Situation im Mittelstand: Der Produktionsleiter teilt der Geschäftsführung mit, dass er in vier Monaten vorzeitig in Rente geht. Er ist seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen. Nur er kennt die Sonderfreigaben des wichtigsten Kunden, die Schwachstellen der ältesten Maschine und die Lieferanten, die bei einem Engpass noch am selben Tag reagieren.
Im Organigramm verschwindet eine Stelle. In der Realität verschwinden Produktionswissen, Entscheidungsfähigkeit, Kundenvertrauen und ein erheblicher Teil der betrieblichen Improvisationskompetenz. ...
Unternehmen in Schwierigkeiten: Was Geschäftsführer jetzt tun müssen
Freitag, 16:40 Uhr. Am Montag werden die Löhne fällig. Ein Großkunde hat seine Rechnung noch immer nicht bezahlt, das Finanzamt wartet auf die Umsatzsteuer und die Bank lehnt eine weitere Erhöhung der Kreditlinie ab.
Auf dem Geschäftskonto ist noch Geld. Aber nicht genug für alles.
Genau an diesem Punkt beginnen viele Fehlentscheidungen. Der lauteste Gläubiger wird bezahlt. Lieferanten erhalten Vertröstungen. Die Liquiditätsplanung wird optimistischer gerechnet, als die tatsächliche Lage erlaubt. Gleichzeitig hofft die Geschäftsführung auf den einen Auftrag, die eine Finanzierung oder den einen Investor, der das Problem noch rechtzeitig löst.
Diese Hoffnung ist menschlich. ...
GmbH zahlungsunfähig: Was Geschäftsführer jetzt sofort tun müssen
Freitagvormittag. Die Lohnzahlung ist vorbereitet, auf dem Geschäftskonto fehlt jedoch ein sechsstelliger Betrag. Zwei wichtige Lieferanten liefern nur noch gegen Vorkasse. Das Finanzamt mahnt, die Bank verlangt neue Zahlen und ein Großkunde verschiebt seine Zahlung erneut.
In dieser Situation ist nicht die offene Rechnung das größte Problem. Das größte Problem ist die Unklarheit: Ist die GmbH nur vorübergehend knapp bei Kasse – oder bereits zahlungsunfähig?
Für Geschäftsführer ist diese Unterscheidung existenziell. Eine falsche Einschätzung kann aus einer beherrschbaren Unternehmenskrise eine persönliche Haftungs- und Strafsache machen. ...
Mercedes: Produktionskosten in Ungarn laut Konzern 70 Prozent niedriger als in Deutschland
Mercedes-Benz verdoppelt die Produktionskapazität seines ungarischen Werks in Kecskemét. Dort sollen künftig bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr gebaut werden. Neue Modelle, zusätzliche Hallen, ein weiteres Presswerk, eine Lackiererei und eine Batteriemontage machen den Standort zu einem der wichtigsten Werke im gesamten Produktionsnetz des Konzerns.
Die entscheidende Nachricht lautet jedoch nicht, dass Mercedes in Ungarn künftig eine kleinere Variante der G-Klasse produziert. Auch die Verdopplung der möglichen Stückzahl ist nur ein Teil der Geschichte. ...
Investitionsbereitschaft im Mittelstand auf Allzeittief: Das zeigt die Studie von DZ BANK und BVR
Stand: 13. Juli 2026
Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1995 gefallen. Die aktuelle Gemeinschaftsstudie von DZ BANK und BVR zeigt zugleich steigende Kosten, zunehmende Lieferengpässe, schwache Geschäftserwartungen und eine deutlich verschlechterte Bilanzqualität. Dennoch bewerten viele Unternehmen ihre gegenwärtige Lage weiterhin positiv und bauen ihr Auslandsengagement aus.
Das Wichtigste in Kürze
Die Investitionsbereitschaft im deutschen Mittelstand ist auf ein historisches Tief gefallen. ...
Bäckerei-Insolvenzen steigen um 40 Prozent: Was Geschäftsführer jetzt tun müssen, um ihre GmbH zu stabilisieren
Es beginnt selten mit dem Insolvenzantrag. Es beginnt früher.
Montagmorgen, kurz nach vier. Die Produktion läuft, aber die Zahlen passen nicht mehr. Die Mehlrechnung ist offen. Der Energieversorger mahnt. Zwei Filialen schreiben seit Monaten Verlust. Die Bank will aktuelle BWA-Zahlen. Die Löhne sind in zehn Tagen fällig. Im Laden wird noch freundlich verkauft, aber im Büro ist längst klar: Der Betrieb lebt von Woche zu Woche.
Genau in dieser Lage befinden sich derzeit viele Bäckerei-Unternehmer in Deutschland. ...
IWH-Insolvenztrend 2026: Firmenpleiten im zweiten Quartal auf höchstem Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten
Der IWH-Insolvenztrend ist kein Stimmungsbild – er ist ein Warnsignal
Wenn ein renommiertes Wirtschaftsforschungsinstitut meldet, dass die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland den höchsten Stand seit 21 Jahren erreicht hat, ist das keine beiläufige Konjunkturnachricht.
Es ist ein Signal.
Für Geschäftsführer.
Für Gesellschafter.
Für Banken.
Für Lieferanten.
Für Unternehmen, die bereits unter Liquiditätsdruck stehen.
Der aktuelle IWH-Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zeigt: Im zweiten Quartal 2026 wurden in Deutschland 4.996 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet. ...
Teure Energie treibt Erzeugerpreise im Euroraum: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Es beginnt selten mit einem großen Knall.
Meistens beginnt es mit einer neuen Preisliste. Ein Lieferant kündigt Energiekostenzuschläge an. Der Stromabschlag steigt. Der Spediteur passt Dieselzuschläge an. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Gleichzeitig verlangt ein wichtiger Kunde stabile Preise, weil er selbst unter Druck steht.
Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist genau das der gefährliche Moment: Die Kosten steigen sofort. Die Verkaufspreise lassen sich aber erst später, teilweise gar nicht oder nur unter hohem Widerstand anpassen. ...
Steuerreform ohne Ausgleich der kalten Progression: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt für Liquidität, Haftung und Sanierung beachten müssen
Eine Steuerreform ist selten der Auslöser einer Krise – aber oft der Verstärker
Viele Geschäftsführer schauen bei Steuerreformen zuerst auf die Überschrift: Entlastung. Mehr Netto. Weniger Belastung. Politisches Signal.
In der Praxis entscheidet aber nicht die Überschrift über die Lage einer GmbH, sondern der Kontostand am Monatsende. ...
Chinas Beitrag zur De-Industrialisierung in Deutschland: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Wenn der Markt plötzlich nicht mehr trägt
Der Anruf kommt selten dramatisch. Meist klingt er sachlich.
Ein Einkäufer teilt mit, dass der bisherige Preis nicht mehr akzeptiert wird. Ein langjähriger Kunde verlagert ein Projekt nach Asien. Eine Ausschreibung geht verloren, obwohl Qualität, Lieferfähigkeit und Technik gestimmt haben. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Der Steuerberater mahnt wegen rückständiger Umsatzsteuer. Die Löhne stehen in zehn Tagen an.
Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist Chinas Beitrag zur De-Industrialisierung in Deutschland kein abstraktes volkswirtschaftliches Thema. ...