Bäckerei-Insolvenzen steigen um 40 Prozent: Was Geschäftsführer jetzt tun müssen, um ihre GmbH zu stabilisieren
Es beginnt selten mit dem Insolvenzantrag. Es beginnt früher.
Montagmorgen, kurz nach vier. Die Produktion läuft, aber die Zahlen passen nicht mehr. Die Mehlrechnung ist offen. Der Energieversorger mahnt. Zwei Filialen schreiben seit Monaten Verlust. Die Bank will aktuelle BWA-Zahlen. Die Löhne sind in zehn Tagen fällig. Im Laden wird noch freundlich verkauft, aber im Büro ist längst klar: Der Betrieb lebt von Woche zu Woche.
Genau in dieser Lage befinden sich derzeit viele Bäckerei-Unternehmer in Deutschland. ...
IWH-Insolvenztrend 2026: Firmenpleiten im zweiten Quartal auf höchstem Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten
Der IWH-Insolvenztrend ist kein Stimmungsbild – er ist ein Warnsignal
Wenn ein renommiertes Wirtschaftsforschungsinstitut meldet, dass die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland den höchsten Stand seit 21 Jahren erreicht hat, ist das keine beiläufige Konjunkturnachricht.
Es ist ein Signal.
Für Geschäftsführer.
Für Gesellschafter.
Für Banken.
Für Lieferanten.
Für Unternehmen, die bereits unter Liquiditätsdruck stehen.
Der aktuelle IWH-Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle zeigt: Im zweiten Quartal 2026 wurden in Deutschland 4.996 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet. ...
Teure Energie treibt Erzeugerpreise im Euroraum: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Es beginnt selten mit einem großen Knall.
Meistens beginnt es mit einer neuen Preisliste. Ein Lieferant kündigt Energiekostenzuschläge an. Der Stromabschlag steigt. Der Spediteur passt Dieselzuschläge an. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Gleichzeitig verlangt ein wichtiger Kunde stabile Preise, weil er selbst unter Druck steht.
Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist genau das der gefährliche Moment: Die Kosten steigen sofort. Die Verkaufspreise lassen sich aber erst später, teilweise gar nicht oder nur unter hohem Widerstand anpassen. ...
Steuerreform ohne Ausgleich der kalten Progression: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt für Liquidität, Haftung und Sanierung beachten müssen
Eine Steuerreform ist selten der Auslöser einer Krise – aber oft der Verstärker
Viele Geschäftsführer schauen bei Steuerreformen zuerst auf die Überschrift: Entlastung. Mehr Netto. Weniger Belastung. Politisches Signal.
In der Praxis entscheidet aber nicht die Überschrift über die Lage einer GmbH, sondern der Kontostand am Monatsende. ...
Chinas Beitrag zur De-Industrialisierung in Deutschland: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Wenn der Markt plötzlich nicht mehr trägt
Der Anruf kommt selten dramatisch. Meist klingt er sachlich.
Ein Einkäufer teilt mit, dass der bisherige Preis nicht mehr akzeptiert wird. Ein langjähriger Kunde verlagert ein Projekt nach Asien. Eine Ausschreibung geht verloren, obwohl Qualität, Lieferfähigkeit und Technik gestimmt haben. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Der Steuerberater mahnt wegen rückständiger Umsatzsteuer. Die Löhne stehen in zehn Tagen an.
Für viele Geschäftsführer einer GmbH ist Chinas Beitrag zur De-Industrialisierung in Deutschland kein abstraktes volkswirtschaftliches Thema. ...
Erosion der Wettbewerbsfähigkeit: Warum deutsche GmbHs jetzt nicht auf die Politik warten dürfen
Ein Geschäftsführer merkt selten an einem einzigen Tag, dass sein Unternehmen in eine Krise rutscht. Es beginnt leiser.
Ein wichtiger Kunde verhandelt härter. Die Bank fragt früher nach aktuellen Zahlen. Lieferanten verkürzen Zahlungsziele. Gute Mitarbeiter kosten mehr, sind aber schwerer zu halten. Material, Energie, Finanzierung und Bürokratie fressen Marge. Der Umsatz sieht auf den ersten Blick noch ordentlich aus, aber auf dem Konto kommt immer weniger an.
Dann liegt am Monatsende die Lohnzahlung vor Ihnen. Die Umsatzsteuer ist fällig. Die Krankenkassen buchen ab. Ein Großkunde zahlt später. ...
Creditreform: So viele Firmenpleiten wie seit 2013 nicht – was Geschäftsführer jetzt wissen müssen
Die neuen Insolvenzzahlen von Creditreform sind mehr als eine Konjunkturmeldung. Sie sind ein Warnsignal für Geschäftsführer, Gesellschafter, Banken, Lieferanten und Unternehmer, die ihre eigene Lage bislang noch als „angespannt, aber beherrschbar“ einschätzen.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 12.900 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das sind 7,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und der höchste Halbjahreswert seit 2013.
Die Zahl ist nicht nur statistisch relevant. ...
Kommunen am Limit: Was die kommunale Finanzkrise für GmbH-Geschäftsführer bedeutet
Stand: 23. Juni 2026
Wenn Kommunen öffentlich um Hilfe rufen, ist das für Unternehmer kein Randthema. Es ist ein Frühwarnsignal.
Am 22. Juni 2026 haben die drei kommunalen Spitzenverbände – Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund – bundesweit zum Aktionstag „Kommunen am Limit“ aufgerufen. Ziel ist es, auf die dramatische Finanzlage von Städten, Landkreisen und Gemeinden aufmerksam zu machen und Bund sowie Länder zu Gegenmaßnahmen aufzufordern. ...
Rentenversicherungspflicht für Selbstständige: Warum diese Reform für Unternehmer zur Liquiditätsfrage werden kann
Ein Unternehmer merkt selten an einem einzigen Tag, dass sein Unternehmen in Schwierigkeiten ist. Es beginnt früher.
Ein Kunde zahlt später. Die Bank stellt plötzlich mehr Fragen. Die Lohnabrechnung wird enger. Der Kontokorrent ist ausgereizt. Der Steuerberater erinnert an Rückstellungen. Lieferanten verlangen Vorkasse. Gleichzeitig laufen Gehälter, Miete, Leasing, Krankenkasse, Umsatzsteuer, Lohnsteuer und private Verpflichtungen weiter.
Und dann kommt eine politische Empfehlung hinzu: Selbstständige sollen künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.
Für viele mag das nach Rentenpolitik klingen. ...
Wirtschaft unzufrieden mit Bundesregierung: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt tun müssen
Der Geschäftsführer einer GmbH hat selten ein abstraktes Politikproblem. Er hat ein Zahlungsproblem.
Auf dem Schreibtisch liegen offene Lieferantenrechnungen. Die Bank fragt nach aktuellen Zahlen. Der Steuerberater wartet auf Unterlagen. Zwei Kunden zahlen später als vereinbart. Die Löhne sind in wenigen Tagen fällig. Gleichzeitig steigen Kosten, Auflagen, Unsicherheit und der Druck von allen Seiten.
In dieser Lage wirkt die Kritik an der Bundesregierung und an der Wirtschaftsministerin nicht wie eine Nachricht aus Berlin. ...