Erwerbstätigkeit im Juni 2026 sinkt: Arbeitsmarkt verliert weiter an Stabilität
Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt im Juni 2026 erneut deutliche Schwächesignale. Zwar wirkt der Rückgang auf den ersten Blick überschaubar. Doch die Entwicklung ist inzwischen kein kurzfristiger Ausreißer mehr: Seit Anfang 2025 sinkt die Zahl der Erwerbstätigen im Vorjahresvergleich kontinuierlich.
Im Juni 2026 waren rund 45,54 Millionen Menschen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Saisonbereinigt ging ihre Zahl gegenüber Mai um 23.000 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent zurück. Gegenüber Juni 2025 wurden sogar 223.000 Erwerbstätige weniger gezählt.
Parallel dazu stieg die Zahl der Erwerbslosen deutlich. Im Juni 2026 waren 1,76 Millionen Menschen erwerbslos – 179. ...
Inflation in der Euro-Zone steigt auf 2,9 Prozent: Neue Belastungen für Unternehmen
Die Inflation in der Euro-Zone ist im Juli 2026 wieder gestiegen. Nach der Schnellschätzung von Eurostat lagen die Verbraucherpreise 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni hatte die Inflationsrate noch 2,8 Prozent betragen.
Der Anstieg um 0,1 Prozentpunkte wirkt auf den ersten Blick überschaubar. Für Unternehmer, Geschäftsführer und Investoren ist die Entwicklung dennoch ein ernstes Warnsignal. Denn gleichzeitig ist auch die Kerninflation gestiegen, die Energiepreise bleiben hoch und die Europäische Zentralbank könnte ihre Leitzinsen bereits im September erneut anheben. ...
Inflationsrate im Juli 2026 voraussichtlich bei 2,8 Prozent: Energiepreise setzen Unternehmen erneut unter Druck
Artikelstand: 30. Juli 2026 – sämtliche Juli-Werte sind vorläufig
Die kurze Entspannung bei der Inflation scheint vorerst beendet. Nach einer Inflationsrate von 2,3 Prozent im Juni 2026 werden die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli voraussichtlich 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats liegen. Gegenüber Juni steigen die Preise innerhalb nur eines Monats um 0,8 Prozent.
Für Geschäftsführer und Unternehmer ist jedoch eine andere Zahl noch wichtiger: Energie verteuert sich gegenüber Juli 2025 voraussichtlich um 8,3 Prozent. ...
Deutsche Autoindustrie in der Krise 2026: BMW, Volkswagen, Audi, Porsche und Mercedes unter Druck
Die Probleme der deutschen Autoindustrie erreichen 2026 eine neue Stufe. BMW meldet einen erheblichen Gewinneinbruch und bereitet den Abbau mehrerer Tausend Stellen vor. Volkswagen diskutiert wesentlich tiefere Einschnitte als bislang geplant. Audi kämpft mit schwächeren Umsätzen und einer unsicheren langfristigen Perspektive des Werks Neckarsulm. Porsche muss seine Restrukturierung über mehrere Jahre finanzieren, bevor die geplanten Einsparungen vollständig wirken. Mercedes-Benz stabilisiert das Konzernergebnis vor allem durch Kostensenkungen, während das eigentliche Pkw-Geschäft weiter unter Druck steht. ...
DIW-Konjunkturbarometer fällt auf 91,3 Punkte: Warum Unternehmen jetzt besonders vorsichtig planen müssen
Die Hoffnung auf einen stabilen Aufschwung der deutschen Wirtschaft erhält im Juli 2026 einen deutlichen Dämpfer. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist auf 91,3 Punkte gefallen. Damit liegt der Frühindikator so niedrig wie seit Herbst 2025 nicht mehr und deutlich unter der neutralen Marke von 100 Punkten.
Für Unternehmer und Geschäftsführer ist diese Nachricht weit mehr als eine abstrakte Konjunkturmeldung. Der Rückgang zeigt, wie fragil die wirtschaftliche Lage weiterhin ist. ...
Deutschlands Mini-Wachstum 2026: Warum Unternehmen noch keine Entwarnung geben dürfen
Ein einzelner starker Monat kann für ein Unternehmen in der Krise gefährlicher sein als ein schwacher. Er erzeugt Hoffnung, verleitet zu Neueinstellungen, löst zusätzliche Materialbestellungen aus und kann Investitionen rechtfertigen, die wenige Wochen zuvor noch als zu riskant galten.
Genau vor einer solchen Fehlinterpretation warnt die aktuelle Einschätzung der Deutschen Bundesbank.
Die deutsche Wirtschaft dürfte im zweiten Quartal 2026 zwar leicht gewachsen sein. Doch ein Teil dieser Belebung beruht möglicherweise nicht auf einem nachhaltigen Aufschwung. ...
Deutscher Arbeitsmarkt vor der dreifachen Migrationswende: Warum die Abwanderung von Fachkräften GmbHs in die Krise treiben kann
Der Auftragsbestand ist gut. Die Kunden warten. Die Maschinen könnten laufen. Auf dem Papier sieht das Unternehmen gesund aus.
Dann kündigt der Bauleiter.
Zwei erfahrene Monteure gehen zurück in ihre Herkunftsländer. Ein weiterer Mitarbeiter fällt langfristig aus. Für die ausgeschriebenen Stellen gibt es zwar Bewerbungen, aber niemanden mit der erforderlichen Qualifikation.
Innerhalb weniger Wochen wird aus einem Personalproblem eine betriebswirtschaftliche Krise.
Aufträge verzögern sich. Überstunden nehmen zu. Kunden werden unzufrieden. Fremdpersonal verteuert die Leistung. ...
Coronahilfe zurückzahlen: Was GmbH-Geschäftsführer jetzt prüfen und sofort tun müssen
Stand: Juli 2026
Der Rückforderungsbescheid liegt auf dem Schreibtisch.
Vielleicht verlangt die Bewilligungsstelle 12.000 Euro zurück. Vielleicht sind es 80.000 Euro oder mehr. Die Zahlungsfrist läuft, der Steuerberater ist schwer erreichbar und auf dem Geschäftskonto befindet sich gerade genug Geld für Löhne, Sozialversicherungsbeiträge und die wichtigsten Lieferanten.
Genau in dieser Situation werden die meisten Fehler gemacht.
Einige Geschäftsführer zahlen sofort, obwohl die Berechnung möglicherweise falsch ist. Andere legen den Bescheid zur Seite, weil sie hoffen, dass noch eine allgemeine politische Lösung kommt. ...
Investitionsstopp in der Chemie: Warum Ostdeutschlands Unternehmen mit dem Standort hadern
Stand: Juli 2026
Der Geschäftsführer sitzt vor einer Investitionsliste, die noch vor wenigen Monaten als Zukunftsprogramm galt. Eine neue Produktionslinie sollte die Stückkosten senken. Eine effizientere Anlage sollte Energie sparen. Digitalisierung, Automatisierung und neue Umwelttechnik sollten den Standort wettbewerbsfähiger machen.
Nun steht hinter fast jeder Position dasselbe Wort: verschoben.
Gleichzeitig verlangt ein wichtiger Rohstofflieferant Vorkasse. Die Bank möchte aktualisierte Planzahlen sehen. Ein Großkunde verhandelt über Preisnachlässe. ...
KfW-Unternehmensbefragung 2026: Die Warnsignale für GmbH-Geschäftsführer verdichten sich
Sinkende Nachfrage, schwächere Eigenkapitalquoten, schlechtere Ratings und ein restriktiverer Kreditzugang bilden eine gefährliche Gemengelage. Die KfW-Unternehmensbefragung 2026 zeigt: Unternehmenskrisen beginnen häufig lange vor der akuten Liquiditätsnot. Wer erst handelt, wenn die Kreditlinie ausgeschöpft ist, hat wertvolle Zeit verloren.
Unternehmenskrisen kündigen sich nur selten durch ein einzelnes Ereignis an. Meist entstehen sie schrittweise: Aufträge gehen zurück, Margen geraten unter Druck, Gewinne reichen nicht mehr aus, um das Eigenkapital zu stabilisieren. ...